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Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen ist wirtschaftlich eher unattraktiv!

300 Millionen Menschen weltweit leben laut Angaben der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen mit sogenannten seltenen Krankheiten. Der Begriff ist nicht einheitlich definiert. In der EU sind damit Leiden gemeint von denen weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Gegen diese Erkrankungen eingesetzte Medikamente werden Orphan Drugs genannt. In der Regel sind diese für die Pharmaindustrie aufgrund der geringen Betroffenenzahl eher wirtschaftlich unattraktiv. Andererseits sind Orphan Drugs in der Regel so teuer, dass sie beträchtliche Umsätze generieren, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. So schätzt EvaluatePharma den Umsatz mit Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten auf 156 Milliarden US-Dollar – das entspricht rund 16 Prozent des Marktes für verschreibungspflichtige Medikamente.

Quelle: Statista