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RKI warnt – doch die Politik beschwichtigt

Die Corona-Inzidenz steigt aufgrund der schnellen Infektionsrate durch die Delta-Variante täglich rasant an. Stand heute hat sie bereits wieder 17,8 erreicht. Dennoch: die Bundesregierung und die Länder halten trotz eindeutiger Warnungen des RKI an Lockerungen fest, während andere Länder bereits wieder einen harten Lockdown verfügen und – wie beispielsweise Israel – zu einer dritten Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer aufrufen. Das wird immerhin gerade auch in Deutschland diskutiert. Allerdings bislang ohne konkrete Empfehlung und nur für über 60-jährige und stark gefährdete Personen.

Während die Politik auf Gelassenheit setzt (Jens Spahn: „Die Inzidenz verliert zunehmend an Aussagekraft!“) warn der ihm untergeordnete Chef des RKI, Prof. Dr. Wieler eindeutig, strategische Präventionsmaßnahmen vom Inzidenzwert abhängig zu planen. Darin wird er von fast allen namhaften Wissenschaftlern unterstützt. Offenbar ist eine erneute Verschärfung der Präventionsmaßnahmen angesichts des aktuellen Bundestagswahlkampfes vielen Politikern jedoch nicht mehr opportun.

Im Anhang finden Sie eine aktuelle Präsentation des RKI sowie das soeben veröffentlichte „Epidemiologische Bulletin“ des RKI sowie eine Übersicht zur Impfstoffwirksamkeit gegen die Delta-Variante,

Interessante Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC

Lange hatte es so ausgehen, als kehre in den USA das ganz normale Leben zurück. Das Land beeindruckte mit seinem Impftempo, Corona-Neuinfektionen und Todesfälle gingen stark zurück. Doch nun werden die Vereinigten Staaten von der Delta-Variante durcheinandergewirbelt. Es müsse „anerkannt werden, dass sich der Krieg verändert hat“, heißt es in einer internen CDC-Präsentation, die von der „Washington Post“ veröffentlicht wurde.

Angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante passte die CDC kürzlich ihre Richtlinien an: Nun empfiehlt sie auch Geimpften in vielen geschlossenen Räumen wieder das Maskentragen. Grund für die Anpassung seien die Ergebnisse einer viel beachteten Studie zu einem Corona-Ausbruch im Bundesstaat Massachusetts gewesen.

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