Regressvermeidung

Der Arzneimittelregress des Arztes ist ein ordnungspolitisch und rechtlich außerordentlich bedenkliches Instrument der Kostensenkung im Gesundheitswesen. Es ist für das „gesunde Rechtsempfinden“ des Laien kaum nachvollziehbar, wieso ein Arzt, der pflichtgemäß bemüht ist, seine Patienten nach dem aktuellen Stand einer modernen Medizin zu behandeln, für seine Arzneimittelverordnungen den Krankenkassen einen „Schaden“ ersetzen soll.

Vergleichbares wird auch keinem anderen freien Beruf zugemutet. Dennoch ist dieses Instrument gesetzlich vorgesehen und höchstrichterlich (BSG) mehrfach bestätigt. Der Arzt muss demnach sehen, wie er in diesem gegebenen rechtlichen Rahmen seinen therapeutischen Ansprüchen gerecht werden kann. Aus diesem scheinbaren Dilemma gibt es konkrete Lösungswege, die Rechtslage ist für den Arzt nicht so schlecht, wie es zunächst scheint. Auch und gerade bei notwendigen und teuren Arzneimitteltherapien sind Regresse vermeidbar. Einige Spielregeln sind dabei zu beachten.

Strategie 2012-03-21
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