Charité Berlin

SS 2012: 

Gesundheitliche Versorgung in Zeiten knapper Kassen – neue Anforderungen und Perspektiven

Unübersehbar ist im Laufe der letzten 20 Jahre ein zunehmendes ökonomisches Diktat in unser Gesundheitswesen eingezogen. Der medizinische Fortschritt einerseits und die demographische Entwicklung andererseits verursachten rasch wachsende Kosten, die nicht in gleichem Umfang durch Erhöhung der Einnahmen ausgeglichen werden konnten. Dem standen ebenso soziale Aspekte wie politische Bedenken bezüglich der Attraktivität des „Standorts Deutschland“ entgegen. Die Folge war ein zunehmender Zwang zu Einsparungen, die mit einer Vielzahl politischer Instrumente und Regelungen erzielt werden sollten. Inzwischen gibt es kaum mehr eine ärztliche Leistung, die nicht einem ökonomischen Prüfstand unterliegt.

Für den Arzt bedeuteten die ökonomischen Vorgaben und Zwänge eine zunehmende Einschränkung seiner diagnostischen und therapeutischen Freiheit.

Wo steht der Arzt in diesem komplizierter und auch aggressiver werdenden Beziehungsgeflecht zwischen ärztlicher Ethik, Recht und Ökonomie? Ist er noch der eigentliche „Anwalt“ des Patienten? Ist er der Allround-Kümmerer oder der beratende Spezialist? Ist er Helfer in der Not oder Unternehmer?  Ist er Dirigent im Gesundheitssystem oder einer von vielen Dienstleistern?

Kurs-SS2012-Präsentation

Kurs-SS2012 – Diskussion

Arzt und Recht – bespielhafte Fälle

IKK-Zahlen-Daten-Fakten_2012